Vorletzter Platz für das Saarland bei der Bezahlung von Frauen, Wirtschaftsministerin Rehlinger ist gefordert!

Angesichts der erneut großen Unterschiede in der Bezahlung zwischen Männern und Frauen im Saarland wirft Hubert Ulrich, der wirtschaftspolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, der Landesregierung Untätigkeit vor:

„Frauen verdienen im Saarland in ihren Berufen immer noch im Schnitt 25% Prozent weniger als Männer. Damit belegt das Saarland den unrühmlichen vorletzten Platz in dieser Statistik. Dass es besser geht, zeigen uns die neuen Bundesländer. Mecklenburg-Vorpommern ist mit nur 4% Unterschied in der Lohntüte Spitzenreiter. Der Bundesdurchschnitt von 22% bringt Deutschland EU-weit einen beschämenden drittletzten Platz ein. Somit schmerzt in Bezug auf die Gleichstellung der Geschlechter nicht nur der Blick in die anderen Bundesländer, die Gewissheit, in ganz Europa unter den Schlusslichtern zu rangieren, lässt das Saarland noch weiter abgehängt erscheinen.

In einer modernen Gesellschaft sollte das Geschlecht bei der Bezahlung keine Rolle spielen. Dass die Frauen im Saarland im Schnitt ein Viertel weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen, zeichnet leider kein modernes Bild unseres Arbeitsmarktes im Saarland. Gleiche Bezahlung ist ein wichtiger Baustein der Gleichstellung von Frauen und Männern.
Hier ist Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger in der Pflicht. Wir fordern sie auf, einen Maßnahmenkatalog zu entwickeln, der geeignet ist, diesen Gehaltsunterschied zu verringern. In einem ersten Schritt sollte zumindest das Bundesniveau erreicht werden.“

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