"Safer-Internet-Day": Grüne rufen zu verantwortungsvollem Umgang mit persönlichen Daten auf

„Heutige Kommunikation, vor allem von Kindern und Jugendlichen, findet immer mehr in digitalen Räumen statt. Ob Instant-Messaging oder soziale Netzwerke – überall werden private Daten hinterlassen, die so einfach nicht mehr entfernt werden können. Das Netz vergisst eben nichts. Die Aufgabe des Datenschutzes kann dabei nicht nur auf öffentliche Institutionen umgelegt werden. Es muss dafür gesorgt werden, dass Kinder und Jugendliche möglichst früh den Umgang mit ihren Daten lernen. Dazu müssen sowohl die Schulen als auch die Eltern in die Pflicht genommen werden. Daher fordern wir, im Rahmen von Projekttagen den Schülerinnen und Schülern den Umgang in sozialen Netzwerken und deren Chancen und Risiken zu vermitteln. Doch auch die Eltern müssen gemeinsam mit ihren Kindern Regeln für die Nutzung des Internets aufstellen, damit diese den verantwortungsvollen Umgang mit neuen Kommunikationsmöglichkeiten lernen.“

Gerade aber auch die Anbieter sozialer Netzwerke müssten durch klare rechtliche Vorgaben in die Pflicht genommen werden, den Datenschutz so benutzerfreundlich wie möglich zu gestalten. Einstellungen dürften nicht hinter komplizierten, verschachtelten Menüpunkten versteckt werden, sondern sollen für alle Benutzerinnen und Benutzer leicht zugänglich sein. Willger-Lambert: „Auch aus diesem Grund wird im Saarland bald ein Zentrum für Datenschutz geschaffen, in dem wir die Bereiche des öffentlichen und des privaten Datenschutzes bündeln. Dadurch können Synergie-Effekte genutzt werden, die den Saarländerinnen und Saarländern helfen, ihre Rechte wahrzunehmen. Das neu zuschaffende Zentrum ist aber auch in der Lage, öffentliche Stellen und private Unternehmen besser zu kontrollieren.“

„Der heutige Aktionstag gibt uns die Chance, auf die Risiken und Möglichkeiten des digitalen Raumes hinzuweisen. Wenn es uns gelingt, über vorhandene Datenschutzkonzepte und Schutzmechanismen zu informierten, stellt das Netz keine Bedrohung mehr dar, sondern ist ein Ort unglaublicher Möglichkeiten, der letztendlich kulturelle Schranken öffnet und weltweite Kommunikation ermöglicht.” so die Grünen-Politikerin abschließend.

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