Welt-Nichtrauchertag: umfassender Schutz vor Passivrauch wichtiger Schritt

„Ab 1. Juli gilt im Saarland das neue Nichtraucherschutzgesetz. Dieses Gesetz bietet einen umfassenden Schutz der Nichtraucherinnen und Nichtrauchern vor den Gefahren des Tabakrauches im gesamten öffentlichen Raum. Die zahlreichen Ausnahmentatbestände in der Gastronomie fallen dann weg. Einen solch weitreichenden gesetzlichen Schutz bietet bisher im ganzen Bundesgebiet nur das Saarland. Es wäre wünschenswert, dass hier eine bundeseinheitliche Regelung gefunden wird. Ich begrüße die Vorstöße auf EU-Ebene, den Nichtraucherschutz europaweit auszuweiten, allerdings sehe ich nicht, dass dies zeitnah erfolgen wird. Daher war die schnelle Novellierung des saarländischen Gesetzes für den Gesundheitsschutz äußerst wichtig. Passivrauchen verursacht viele – zum Teil auch sehr schwere – Erkrankungen. Wer passiv mitrauchen muss, atmet die gleichen giftigen und Krebs erzeugenden Substanzen ein, wie die Person, die die Zigarette selbst raucht. Daher ist es zum Schutz der Nichtraucherinnen und Nichtraucher notwendig, ein konsequentes Rauchverbot ohne Ausnahmen umzusetzen.“

Hintergrund:

In Deutschland sterben jährlich über 110.000 Menschen an den Auswirkungen des Tabakkonsums – das sind mehr Todesfälle als durch Aids, Alkohol, illegale Drogen, Verkehrsunfälle, Morde und Selbstmorde zusammen. Mit dem Welt-Nichtrauchertag, der jedes Jahr am 31. Mai stattfindet, soll auf diese Gesundheitsgefahren hingewiesen werden. Im Vordergrund steht die Prävention. Der diesjährige Welt-Nichtrauchertag steht unter dem Motto: „Die Marketing-Strategien der Tabakindustrie“. Marketing und Werbung für Zigaretten zielen heute insbesondere auf Frauen sowie auf Mädchen und Jungen ab. Mit Gesundheitstagen, Informationsveranstal-tungen, Vorträgen und Aktionen soll die Öffentlichkeit über das Tabakmarketing und seine Folgen aufgeklärt werden.

Print Friendly, PDF & Email